Micron Document
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Keltische Sprachen
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Die keltischen Sprachen (das Keltische) bilden einen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Keltische Sprachen werden heute hauptsÀchlich auf den Britischen Inseln und in Frankreich in der Bretagne gesprochen. Die mit Abstand meistgesprochene Sprache von diesen ist das Walisische. Schrumpfende Gemeinschaften muttersprachlicher Sprecher finden sich noch in Kanada, hauptsÀchlich in der Provinz Neuschottland, und in Patagonien (Argentinien) in der Provinz Chubut. Weitere Gebiete, in denen eine keltischsprachige Diaspora existiert, sind die USA, Australien und Neuseeland. Alle keltischen Sprachen mit Ausnahme des Walisischen sind von der UNESCO als bedrohte Sprachen eingestuft.

Als Ursprung der keltischen Sprachen wird eine rekonstruierte VorlÀufersprache, das Urkeltische, angesetzt. Keltische Sprachen und keltische Völker waren in der Antike bis vor der Zeitenwende in weiten Teilen Europas und in Kleinasien beheimatet, viele Unterzweige und Einzelsprachen sind dann nach und nach ganz ausgestorben.

Contents

‱ Wales
‱ Die Bretagne
‱ Cornwall
‱ Ortsnamen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Gliederung des Keltischen

Die Genealogie der verschiedenen keltischen Sprachen aus dem Urkeltischen oder Protokeltischen ist aufgrund der spĂ€rlichen Datenlage fĂŒr die ĂŒberlieferten festlandkeltischen Einzelsprachen umstritten, da alle ausgestorben sind. Robert William Elsie (1979)cite-ref-1[1] versuchte, fĂŒr das britannische Keltisch (p-keltische Sprachen) durch einen Wortschatzvergleich die Verwandtschaft zu anderen indogermanischen Sprachzweigen zu bestimmen. Dabei wurde mittels statistischer Verfahren untersucht, wie viel vom keltischen Grundwortschatz in anderen indogermanischen Sprachzweigen Entsprechungen hat. Elsie erhielt als Ergebnis folgende Rangfolge:

‱ Germanisch (61,0 %)
‱ (Lateinisch) Italisch (55,2 %)
‱ Indoiranisch (52,3 %)
‱ Griechisch (50,9 %)
‱ Baltisch (45,0 %)
‱ Slawisch (43,0 %)
‱ Armenisch (34,9 %)
‱ Albanisch (25,6 %)
‱ Tocharisch (21,5 %)
‱ Hethitisch (14,0 %)

Seit Carl Friedrich Lottner (1861)cite-ref-2[2] und Alois Walde (Über Ă€lteste sprachliche Beziehungen zwischen Kelten und Italikern) aus dem Jahre 1917 hat es die Überlegung gegeben, dass der keltische Zweig möglicherweise zusammen mit dem italischen den erschlossenen Italo-Keltischen Zweig innerhalb der indogermanischen Sprachen bildet.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] Nach Haarmann (2016)cite-ref-5[5] ist diese Theorie jedoch nicht genug belegt, er sieht im Keltischen eine eigenstĂ€ndige indogermanische Sprachgruppe.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Eine Ă€hnliche Meinung vertritt Schmidt (1992).cite-ref-10[10]

Zeittiefe der Keltischen Sprachgruppe

Laut Haarmann (2016)cite-ref-11[11] ist das Keltische eine eigenstÀndige indogermanische Sprachgruppe,cite-ref-12[12] deren Ausgliederung aus dem Urindogermanischen etwa 2000 v. Chr. eingesetzt hat.

Das Inselkeltische

Die lebenden bzw. wiederbelebten inselkeltischen Sprachen, ebenso wie ihre dokumentierten ausgestorbenen Varianten, werden in die beiden Gruppen britannisch und goidelisch unterteilt.

Der britannische Zweig

Die britannischen Sprachen (auch brythonische Sprachen genannt) gehören in die Gruppe der p-keltischen Sprachen und umfassen unter anderem:

‱ das Walisische (die heute am hĂ€ufigsten gesprochene keltische Sprache)
‱ das Kumbrische (im 11. Jahrhundert ausgestorben)
‱ das Kornische (ausgestorben, schwach wiederbelebt)
‱ das Bretonische (gelangte von den Britischen Inseln (Cornwall) nach Westfrankreich (Bretagne) und gehört daher zu den inselkeltischen Sprachen, obwohl es heute ausschließlich auf dem Festland gesprochen wird)

Über die Zuordnung des nur sehr spĂ€rlich und unsicher belegten Piktischen, das bis ins Mittelalter im heutigen Schottland gesprochen wurde, gibt es keinen Konsens. Es sind Argumente vorgebracht worden, dass es ebenfalls zum britannischen Zweig des Keltischen gehören könnte,cite-ref-13[13] seit langem existieren aber auch Spekulationen ĂŒber eine Verbindung zu nicht-indogermanischen (speziell afroasiatischen) Sprachen;cite-ref-14[14] in neueren wissenschaftlichen Gesamtdarstellungen der keltischen Sprachen findet man das Piktische ausgespart.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]

Der goidelische Zweig

Die goidelischen Sprachen, die zu den q-keltischen Sprachen gehören, gliedern sich in:

‱ das Irische (Amtssprache in der Republik Irland)
‱ das Schottisch-GĂ€lische (eine der Amtssprachen im autonomen Landesteil Schottland des Vereinigten Königreiches)
‱ das Kanadisch-GĂ€lische (im 19. Jahrhundert die dritthĂ€ufigste Sprache in Kanada)
‱ das Manx (im 20. Jahrhundert ausgestorben und gegenwĂ€rtig wiederbelebt)
‱ das Shelta (eine Mischsprache mit starkem gĂ€lischen Bezug)

GĂ€lisch gelangte im frĂŒhen Mittelalter von Irland nach Schottland und im 19. Jahrhundert auch nach Kanada.

Das Festlandkeltische

Festlandkeltische Sprachen können ebenfalls wie die inselkeltischen dem q-Keltischen bzw. dem p-Keltischen zugeordnet werden. Alle festlandkeltischen Sprachen sind ausgestorben.

Die meisten belegten Sprachen sind p-keltisch, nÀmlich:

‱ das Gallische
‱ das Norische
‱ das Galatische
‱ das Lepontische (die Ă€lteste ĂŒberlieferte keltische Sprache aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.)

Daneben als einzige q-keltische Sprache auf dem Festland:

‱ das Keltiberische

Abgrenzungskriterien von anderen indogermanischen Sprachen

Die belegten ausgestorbenen und lebenden keltischen Sprachen können auf frĂŒhere Sprachstufen zurĂŒckgefĂŒhrt werden, die alle folgende Merkmale aufwiesen:

Wandel der Plosivlaute

Indogermanisches /p/

‱ Schwund des indogermanischen Bilabials /p/: idg. *ph₂tᾗr ‚Vater‘ → air. athir, awal. -atr
‱ Spirantisierung zu /x/ vor Plosiven: idg. *sĂ©ptmÌ„ ‚sieben‘ → air. secht, gall. sextan.

In p-keltischen Sprachen wurde spĂ€ter ein sekundĂ€res /p/ aus /kÊ·/ gebildet, im q-keltischen Irisch ist der Laut /p/ nur in Lehnwörtern und Wörtern mit bestimmten Lautkombinationen (z. B. /b/ + /h/ > /p/) vorhanden (vgl. idg. kÊ·ri-n-h₂- ‚kaufen, tauschen‘ → urkelt. kÊ·ri-nă- → air. crenaid : wal. prynu).

Indogermanisches /gÊ·/

‱ Bilabialisierung des Labiovelars /gÊ·/ zu /b/: idg. *gÊ·h₃eu- → ir. bĂł ‚Kuh‘, mwal. bu ‚KĂŒhe‘.

Umbau des Vokalsystems

Lange primÀre Mittelvokale

‱ lange Mittelvokale /ē/ und /ƍ/ wurden zu /Ä«/ bzw. /ā/ ~ /Ć«/ (je nach Position im Wort):

‱ idg. *h₃rēǔs ‚König, FĂŒrst‘ → air. rĂ­, gall. rÄ«x, wal. rhi;
‱ idg. *deh₃nus ‚Schenkung‘ → vorurkelt. *dƍnus → urkelt. *dānus → air. dán, wal. dawn

Lange sekundÀre Mittelvokale

‱ sekundĂ€re /ē/ (< /ei/) und /ƍ/ (< /eu/, /ou/, /au/) wurden aus alten Diphthongen neu gebildet:

‱ idg. *Hreidʰ- ‚reiten‘ → urkelt. *rēd-o- → air. rĂ©idid
‱ urkelt. *lousk-o- → spĂ€turkelt. *lƍsk-o- → ir. luasc ‚schwingen‘, wal. llusgo ‚schleppen‘

Liquidvokalisierung

‱ Vokalisierung der indogermanischen silbentragenden Liquiden lÌ„ und rÌ„ je nach Lautumgebung zu /al/, /li/ oder /lā/ bzw. /ar/, /ri/ oder /rā/.

‱ Konsonant-Sonorant-Laryngal-Konsonant (KSHK) → KSaHK → KSāK: idg. *plÌ„h₁nos ‚voll‘ → urkelt. *φlānos → ir. lĂĄn ‚viel‘, wal. llawn ‚voll‘
‱ Konsonant-Liquida-Plosiv → KLiP: idg. *plÌ„th₂-nĂłs ‚weit‘ → urkelt. *φlitanos → air. lethan, bret. ledan; idg. *áž±rÌ„d-jo- → urkelt. *kridion → air. cride ‚Herz‘, wal. craidd ‚Mitte, Zentrum‘
‱ Konsonant-Sonorant + nicht-Plosiv → KaSnP: idg. *mrÌ„wĂłs ‚tot‘ → ir. marbh, wal. marw

Weitere sprachliche Merkmale

Die typischen Merkmale der heutigen keltischen Sprachen wie die Anlautmutationen der inselkeltischen Sprachen oder auch die phonemische Palatalisierung in den goidelischen Sprachen sind auf spĂ€tere Entwicklungen zurĂŒckzufĂŒhren. In den belegten festlandkeltischen Sprachen sind diese Entwicklungen nicht eindeutig (Mutationen) bzw. nicht (Palatalisierung) nachweisbar. Diese Merkmale können daher nicht als gemeinkeltisch betrachtet werden.

UrsprĂŒngliche Ausbreitung und Quellen

Die Verbreitung der keltischen Sprachen folgte im Großen und Ganzen der Wanderbewegung der keltischen Völker und ihrer Kultur und erreichte dadurch vom Kerngebiet aus auch die britischen Inseln und Kleinasien. Von der kontinentalen keltischen Kultur ist aus der ArchĂ€ologie viel bekannt. Da die Kelten in der frĂŒhesten Zeit noch keine Schriftkultur (vgl. mĂŒndliche Überlieferung) besaßen, ist man jedoch fĂŒr die Kenntnisse ihrer hypothetischen Ursprache vor allem auf ĂŒberlieferte Orts- und Personennamen angewiesen sowie auf Rekonstruktionen, die auf antiken Inschriften und auf den lebenden Sprachen basieren.

Allerdings stehen der archĂ€ologische und der linguistische Befund der frĂŒhen keltischen Expansion in einem SpannungsverhĂ€ltnis. Der Linguist JĂŒrgen Udolph hat 2006 darauf hingewiesen, dass sich viele archĂ€ologische Hinterlassenschaften keltischer Kultur – von typisch keltischer Handelsware bis hin zu FĂŒrstensitzen – auch in Regionen finden, in denen keltische Ortsnamen fast völlig fehlen; dies gelte etwa fĂŒr Hessen.

In spĂ€terer Zeit hinterließen keltische Sprachen sprechende Volksgruppen hingegen sehr wohl schriftliche Zeugnisse, vor allem als steinerne Inschriften und auf MĂŒnzen. Dies geschah aber stets unter dem Antrieb anderer Völker, d. h. der Iberer in Spanien, der Römer in Gallien usw. ZusĂ€tzlich liegen griechische und römische Berichte vor, auf die sich die Forschung ebenfalls stĂŒtzen kann, die meist aber vor allem das Ă€ußere Erscheinungsbild und die Sitten der Kelten behandelten. Diese werden in solchen Berichten meist als eine ethnische Einheit behandelt, die sie wahrscheinlich nie bildeten. Zudem ist es fraglich, ob bei der Beschreibung fremder Völker immer strikt zwischen einzelnen Sprachgruppen unterschieden wurde, die wiederum mit ethnischen Gruppen nicht immer ĂŒbereinstimmten. Die antiken Berichte sind wertvoll, aber kritisch zu bewerten.

Auf dem Festland verschwanden in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit sĂ€mtliche keltische Sprachen vor allem unter dem dominierenden Einfluss des Latein des römischen Reiches sowie durch die Ausbreitung der germanischen Sprachen. Aus frĂŒhmittelalterlichen Quellen geht hervor, dass möglicherweise noch im fĂŒnften Jahrhundert in der Gegend um Trier von einem Teil der Bevölkerung ein keltischer Dialekt gesprochen wurde, in der Normandie vielleicht sogar noch bis ins neunte Jahrhundert.cite-ref-18[18]

Die germanischen StĂ€mme breiteten sich bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. vermehrt aus ihrem ursprĂŒnglichen Sprachraum nach SĂŒden und Westen Mitteleuropas aus. Hierbei verdrĂ€ngten sie die Kelten und deren Sprache bis zu den FlĂŒssen Rhein und zur Donau, die nun die Grenzströme zum keltischen Gallien und auch zum keltischen RĂ€tien bildeten.

Heutige Verbreitung

Auf den britischen Inseln konnten sich die inselkeltischen Sprachen halten, das heißt, die britannischen Sprachen und die goidelischen Sprachen.

Die östliche inselkeltische Gruppe, das Britannische oder auch Brythonische, umfasst das heutige Bretonische, das Kornische, das weitgehend unbekannte und nur mit wenigen Wörtern ĂŒberlieferte Kumbrische in Nordengland sowie das Walisische (oder Kymrische). Auch die Sprache der Pikten, die nur aus Ortsnamen Nordost-Schottlands bekannt ist, gehörte möglicherweise dieser Gruppe an. Eine gemeinsame Vorstufe dieser Sprachen ist nicht belegt, doch die frĂŒhmittelalterlichen britannischen Sprachen waren sich so Ă€hnlich, dass man sich vielleicht ohne weiteres verstanden hat. Das Bretonische, das heute noch in der Bretagne gesprochen wird, gelangte durch Siedler aus Cornwall nach Nordfrankreich, die vor den angelsĂ€chsischen Eroberern flohen.

Die kornische Sprache ist seit dem 18. Jahrhundert ausgestorben, wird aber mittlerweile wieder von etwa 3.000 Menschen gesprochen (davon ca. 300 fließend; Quelle: SGRÙD-Report 2000), wĂ€hrend das Walisische mit ĂŒber 500.000 Sprechern noch relativ stark verbreitet ist. Das Bretonische wird nach neuen SchĂ€tzungen (Broudig 1999) von etwa 250.000 Menschen gesprochen.

Die westliche inselkeltische Gruppe, das Goidelische, besteht aus dem Altirischen und den drei davon abgeleiteten modernen Sprachen, dem Irischen, dem Schottisch-GĂ€lischen (selten – nach dem Scots-Begriff Erse – als „Ersisch“ bezeichnet) sowie dem Manx. GĂ€lisch kam im frĂŒhen Mittelalter nach Schottland, im Zuge einer Expansion aus dem Norden Irlands (durch den Stamm der DĂĄl Riata), die zum Untergang des piktischen Königreichs fĂŒhrte.

Heutige Sprachsituationen

In den verschiedenen keltischen Nationen stellt sich die Situation des Keltischen heute unterschiedlich dar. Alle keltischen Sprachen mit Ausnahme des Walisischen sind als bedroht eingestuft. Oftmals ist die Altersstruktur der Sprecher ungĂŒnstig, da es sich meist um Ă€ltere Personen handelt, die im Alltag ihre indigene Sprache benutzen. Der niedrige soziale Status der keltischen Sprachen, wie er weitlĂ€ufig im 19. und 20. Jahrhundert vorzufinden war, kann heutzutage nicht mehr pauschal bestĂ€tigt werden. Dies gilt besonders fĂŒr das Walisische und das Irische, welche eine Aufwertung in den letzten Jahrzehnten erfahren haben. Beide sind gleichberechtigte Amtssprache und stark im Schulsystem verankert.

Wales

In Wales können laut Zensus 18 % der Bevölkerung bzw. 538.000 Personen Walisisch (walisisch: Cymraeg) sprechen.cite-ref-19[19] Weitere 5,2 % bzw. 160.000 Personen gaben an, Walisisch verstehen zu können. Walisisch ist gleichberechtigte Amtssprache (Welsh Language Act). Es ist Unterrichtssprache an 16 % der walisischen Schulen und Pflichtfach in allen sonstigen englischsprachigen Schulen. Walisisch ist identitĂ€tsbildend fĂŒr alle Menschen, die in Wales leben – so wird z. B. die Walisische Nationalhymne vollstĂ€ndig auf Walisisch gesungen. Vor allem im Norden und Westen von Wales ist Walisisch im Alltag allgegenwĂ€rtig. Es gibt einen Fernsehsender mit Vollprogramm und mehrere Radiosender. FĂŒr Angelegenheiten der walisischen Sprache ist der Welsh Language Commissioner zustĂ€ndig.

Die Republik Irland und Nordirland

Die Republik Irland unterstĂŒtzt zahlreiche Projekte, die irische Sprache, die auf Irisch als GĂ€lisch (irisch-gĂ€lisch: Gaeilge) bezeichnet wird, zu erhalten. Erhebungen zur Zahl der Muttersprachler schwanken stark zwischen 40.000 und 95.000 Sprechern.cite-ref-20[20] SchĂ€tzungsweise 33 % der irischen Bevölkerung geben an, Irisch auf sehr unterschiedlichem Niveau zu sprechen. Irisch wird als Pflichtfach vom Kindergarten bis zum Abschlussexamen unterrichtet. In den letzten Jahren wurden viele gĂ€lischsprachige Schulen (Gaelscoileannacite-ref-21[21]) auch außerhalb der Gaeltacht gegrĂŒndet, in denen der gesamte Unterricht auf GĂ€lisch einsprachig erfolgt, wodurch sich die Zahl der jungen Sprecher, die das GĂ€lische im Alltag benutzten, erhöht hat. Das Foras na Gaeilge kĂŒmmert sich um Angelegenheiten der irischen Sprache. In Nordirland wird das Irische seit den 1950er Jahren nicht mehr als Mutter- oder Erstsprache gebraucht, jedoch besitzt es dort eine starke identifikatorische und politische Bedeutung innerhalb der katholischen Gemeinschaft. In der VolkszĂ€hlung von 2001 gaben etwa ein Drittel der Bevölkerung an, Irischkenntnisse zu haben.

Schottland und Kanada

Weniger staatliche UnterstĂŒtzung erhĂ€lt das Schottisch-GĂ€lische (schottisch-gĂ€lisch: GĂ idhlig), das laut der VolkszĂ€hlung von 2011 unter 58.000 Sprecher (1,1 % der schottischen Bevölkerung) gesunken ist.cite-ref-22[22] Die Ă€ußeren Hebriden sowie das schottische Hochland gelten als Kernland der Sprache und werden traditionell als GĂ idhealtachd bezeichnet. Ein Dialekt des GĂ€lischen, das kanadische GĂ€lisch, wird noch von etwa 1250 meist Ă€lteren Personen vereinzelt in Neuschottlandcite-ref-23[23] (Kanada) gesprochen. Das BĂČrd na GĂ idhlig kĂŒmmert sich um Angelegenheiten des Schottisch-GĂ€lischen.

Die Insel Man

Der letzte bekannte muttersprachliche Sprecher des Manx (manx-gĂ€lisch: Gaelg) war Ned Maddrell, der 1974 starb. Die Sprache ist gut dokumentiert und es gibt Bestrebungen, sie wiederzubeleben, allerdings mit mĂ€ĂŸigem Erfolg. So wird sie heute auf freiwilliger Basis an den Schulen gelehrt. Etwa 1800 Personen auf der Insel Man gaben an, Kenntnisse des Manx auf unterschiedlichem Niveau zu haben.cite-ref-24[24] Um die Angelegenheiten des Manx kĂŒmmert sich der Coonceil ny Gaelgey.

Die Bretagne

Das Bretonische (bretonisch: Brezhoneg) ist eine britannische Sprache, die ursprĂŒnglich aus Großbritannien stammt und durch Zuwanderung bzw. Vertreibung an die NordkĂŒste Frankreichs gelangte (Bretagne). Es wurde traditionell bis in die 1950er Jahre von ĂŒber einer Million Menschen gesprochen. Heute wird es schĂ€tzungsweise noch von 206.000 Menschen als Muttersprache im Alltag verwendet, wobei die Masse der Sprecher ĂŒber 50 ist.cite-ref-25[25] Nach SchĂ€tzungen beherrschen insgesamt 356.000 das Idiom mehr oder weniger gut.cite-ref-26[26] Die meisten Sprecher findet man im DĂ©partement FinistĂšre. Offizielle Erhebungen ĂŒber die Sprecherzahl lĂ€sst der französische Staat nicht zu. FĂŒr Angelegenheiten der bretonischen Sprache ist das Ofis publik ar Brezhoneg zustĂ€ndig.

Cornwall

Dolly Pentreath aus Mousehole (korn. Porthenys) starb im Jahre 1777 als letzte Sprecherin des Kornischen (kornisch: Kernewek). Es gibt vereinzelt Bestrebungen, es wiederzubeleben. Es soll etwa 600–2000 Personencite-ref-27[27] geben, die das Neokornische auf unterschiedlichem Niveaucite-ref-28[28] beherrschen, untereinander aber ĂŒber die Frage der richtigen Orthografie zerstritten sind. FĂŒr Angelegenheiten der kornischen Sprache ist Keskowethyans an Taves Kernewek zustĂ€ndig.

Argentinien, Großbritannien

Walisisch wird auch von etwa 25.000 Personen in Argentinien gesprochen, besonders in der Provinz Chubut in Patagonien finden sich viele Sprecher. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe der Walisischsprachigen außerhalb von Wales findet man in England ĂŒber das gesamte Land verteilt (150.000 Sprecher).cite-ref-29[29] London hat eine walisischsprachige Schule.

Mischsprachen

‱ Shelta, grĂ¶ĂŸtenteils auf Irisch basierend mit EinflĂŒssen von unbekannten Quellen (etwa 86.000 Sprecher im Jahr 2009).cite-ref-30[30]
‱ Welsh-Romani, ausgestorbencite-ref-31[31]
‱ Beurla-reagaird, Sprache der „Travellers“ im schottischen Hochland.cite-ref-32[32]

Keltische Elemente in anderen Sprachen

Verschiedene europĂ€ische Sprachen wurden von keltischen Sprachen auf unterschiedliche Weise beeinflusst.cite-ref-33[33] Dieser Einfluss war zwar beschrĂ€nkt, aber auch nicht zu unterschĂ€tzen. Dabei muss zwischen den Auswirkungen der altkeltischen Sprachen einerseits und den spĂ€teren Auswirkungen der inselkeltischen Sprachen andererseits unterschieden werden. Die Auswirkungen können zudem in reine Lehnwörter, Orts- und GewĂ€ssernamen sowie allgemeinere EinflĂŒsse (Syntax, Phonetik usw.) unterteilt werden.

Ortsnamen

Da im Laufe der Zeit weite Teile Mittel-, SĂŒd- und Westeuropas von Volksgruppen mit keltischen Sprachen besiedelt wurden, sind Überbleibsel aus diesen Sprachen in vielen Sprachen dieser Regionen zu finden.

Ältestes keltisches Wortgut findet sich in alteuropĂ€ischen GewĂ€ssernamen. Dazu zĂ€hlen z. B. in SĂŒddeutschland die meisten maskulinen Flussnamen wie Rhein, Main, Lech, Inn und Regen und einige feminine Flussnamen wie Donau, Glonn, Iller, Isar, Isen, Loisach und Traun. Auch Ortsnamen leiten sich von keltischen Bezeichnungen ab, insbesondere solche mit den Endungen -ach, -ich und -ig (entstanden aus Gutshöfen, die nach dem ursprĂŒnglichen Besitzer aus einem Personnamen mit dem Suffix acos abgeleitet waren) bzw. -magen (von magos = „Feld, Wiese, Ebene“) wie Andernach, Breisach, Kessenich, Disternich, Lessenich, Kirspenich, ZĂŒlpich, Elsig bzw. Dormagen und Remagen (‚Königsfeld‘). Weitere StĂ€dtenamen in SĂŒddeutschland mit keltischen Wurzeln sind vermutlich u. a. Bonn, Mainz, Worms (< Borbetomagus), Daun (von Dunum = befestigte Anhöhe), Cham, Prien und Zarten (< Taro-dunum); in Frankreich die Flussnamen RhĂŽne und Seine (letzterer aus gallisch Sequana) sowie StĂ€dtenamen wie Lyon (aus Lugu-dunom, „Festung des (Gottes) Lugos“) und Verdun (aus *ver(o)-dunom = „oben gelegene Festung“).

Lehnwörter aus dem Urkeltischen

Im Germanischen

Gesicherte keltische Lehnwörter im Germanischen:cite-ref-34[34]

| Urgermanisch [ 35 ] | Urkeltisch [ 36 ] | Anmerkungen zur Entlehnung [ 37 ] |
|---|---|---|
| *amƀahtaz: „Diener“ (vgl. Amt ) | gallisch *ambaktos | Belegt durch Caesar , Bellum Gallicum VI.15.2 |
| *ƀrunjƍn: „Brustpanzer“ (vgl. BrĂŒnne „Panzerhemd“) | *brusn-: „Brust“ | Nur das Keltische weist eine Wurzelerweiterung mit *-n- auf (im Gegensatz z. B. zum germanischen *-t- wie in Brus t ) |
| *īsarnan: „Eisen“ | *īsarnom | Weist den keltischen Lautwandel *ē > *ī auf |
| *lēkjaz: „Arzt“ | *lēgi- [ 38 ] | Etymologie unbekannt, der Ersatz des Stammvokales durch *-ja- deutet aber auf eine Entlehnung hin |
| *rÄ«kz: „König“ (vgl. Reich ) | *rÄ«g- | Weist den keltischen Lautwandel *ē > *Ä« auf (im Gegensatz z. B. zu lat. r ē x) |
| *RÄ«naz: Flussname Rhein | *reinos: „Strom“ | gewöhnliches keltisches Wort ohne Parallele im Germanischen |
| *walhaz: ursprĂŒnglich „Kelte“ oder allgemein „Fremder“, spĂ€ter auch „Romane“ (vgl. z. B. Welsche , Ortsnamen mit dem Grundwort Walchen ) | *Wolkā-: Name des keltischen Stammes der Volcae | Belegt latinisiert als lat. Volcae (Plural) |

Mögliche keltische Lehnwörter, die aber auch Erbwörter im Germanischen sein können:cite-ref-39[39]

| Urgermanisch [ 40 ] | Urkeltisch [ 41 ] | Anmerkungen zur Entlehnung [ 42 ] |
|---|---|---|
| *aiĂŸaz: „Eid“ | *oitos | |
| *arƀjan: „Erbe“ | *orbiom | Suffix und Bedeutung nur im Keltischen und Germanischen |
| *ƀurÇ„z: „Burg“ | *brig-: „HĂŒgel“ | Als Wurzelverb nur im Keltischen und Germanischen |
| *frijaz: „frei“ | *rios | Bedeutung nur im Keltischen und Germanischen |
| *DŽīslaz: „Geisel“ | *geis(t)los | |
| *lauđan: „Lot“ | *laudiā | |
| *leuÇ„anan: „lĂŒgen“ | *lugiom: „Eid“ | |
| *leĂŸran: „Leder“ | *letrom | |
| *marhaz: „Pferd“ (vgl. MĂ€hre , Marschall ...) | *markos | |
| *rīđanan: „reiten“ | *reideti (3. Person Singular) | Bedeutung nur im Keltischen und Germanischen |
| *rƍanan: „rudern“ | *rāeti (3. Person Singular) | Als einfaches Zeitwort mit *ƍ in der Wurzel nur im Keltischen und Germanischen |
| *rĆ«nƍ: „Geheimnis“ (vgl. Runen , raunen ...) | *rĆ«nā | |
| *tĆ«naz: „Einfassung“ (vgl. Zaun , hĂ€ufig in englischen Ortsnamen als -ton ) | *dĆ«nom (vgl. die keltoromanischen Ortsnamen auf -dunum ) | |

Weitere Wörtercite-ref-43[43]

| Germanisch | Keltisch | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Alse | alausa | vgl. franz. alose , okz. alausa , span. alosa |
| Attich | odocos [ 44 ] | ahd. attuh ; vgl. span. yezgo |
| Behner alemann. Benne ‚Wagenkasten‘ | benna ‚Wagenkorb, Schubkarren‘ | keltisch: wal., abret. benn ‚Fuhrwerk‘ |
| Eberesche (auch Eberbaum) | eburo ‚Eibe‘ | keltisch: air. ibar ‚Eibe‘ (waraus nir. iĂșr , schott.-gĂ€l. iubhar ), wal. efwr ‚ BĂ€renklau ‘, bret. evor ‚ Faulbaum ‘ |
| GĂ€mse | camox | |
| Glocke | cloccos ‚Glocke, Schelle‘ | keltisch: air. clocc (waraus nir., schott.-gĂ€l. clog ), wal. cloch , bret. kloc’h |
| Kummer | comboros ‚Zusammengetragenes‘ | keltisch: mir. commar ‚Zusammentreffen von TĂ€lern, Strömen, Wegen‘, wal. cymmer , bret. kember |
| Zieger | *dwigeri- , eigentlich ‚zweimal erhitzt‘ | zusammengesetzt aus dwi ‚zweifach‘ + geri ‚erwĂ€rmen, erhitzen‘; vgl. bĂŒndnerromanisch tschigrun [ 45 ] keltisch: awal. dou ‚zweifach‘, air. fogeir ‚er erhitzt‘. |

Erst am Ende des Altertums wurde ĂŒber das Provinzlatein Galliens die griechisch-gallische Mischform paraverēdus (griechisch para ‚neben‘ + gallisch-lateinisch verēdus ‚Post-, Kurierpferd‘) ‚Beipferd zum Postpferd‘ entlehnt, aus der das heutige deutsche Wort Pferd entstand.

Eine besondere Entwicklung hat das keltische Wort *karros ‚Wagen‘ genommen. ZunĂ€chst gelangte es als carrus ins Lateinische, ĂŒber dieses in die romanischen Sprachen, spĂ€ter aus diesen in verschiedene andere Sprachen, u. a. ins Deutsche (Karre, Karren, Karosse) und ĂŒber das Englische car, cart auch ins Irische, also wiederum in eine keltische Sprache (carr ‚Auto‘, neben der Eigenbildung gluaisteĂĄn, eigentlich etwa ‚Beweger‘).

In romanischen Sprachen

Die Auswirkungen auf den Wortschatz der verschiedenen romanischen Sprachen sind vergleichsweise gering. Alle in Frage kommenden Wörter gingen zunĂ€chst ins Provinzlatein Galliens ĂŒber, so zum Beispiel alauda „Lerche“ (altspanisch aloa, französisch alouette, italienisch lodola), und ivos „Eibe“ (französisch if, provenzalisch liĂ©u) und verschiedene andere AusdrĂŒcke meistens aus Flora und Fauna.

SpÀtere Lehnwörter aus keltischen Sprachen

Die Auswirkungen der heute existenten inselkeltischen Sprachen sind recht gering, werden jedoch meist auch unterschĂ€tzt. Lehnwörter in anderen Sprachen gibt es relativ wenige. Zu diesen zĂ€hlen, um nur einige zu nennen, Whisk(e)y (Ellipse von nach usqueba(u)gh, aus irisch uisce beathadh, oder usquabae, usquebae, aus schottisch-gĂ€lisch uisge beatha, eigentlich „Wasser des Lebens“; vgl. gleichbedeutend lat. aquĂŠ vÄ«tĂŠ, frz. eau de vie) sowie der englische Ausdruck galore „viel, massenhaft“ (aus schott. gu leĂČr „ausreichend, zahlreich“ – im Englischen wahrscheinlich das einzige stets nachgestellte Adjektiv).

Ins Deutsche sind AusdrĂŒcke aus inselkeltischen Sprachen nur ĂŒber Vermittlung anderer Sprachen, meist des Englischen gelangt. Neben dem Whisky zĂ€hlen dazu die Wörter Clan ‚Kind, Sippe‘, Slogan ‚Sammel-, Schlachtruf‘ und Flanell. Letzteres stammt ursprĂŒnglich von einer bestimmten Form des walisischen Wortes fĂŒr ‚Wolle‘ ab: mengl. flanyn ‚Sackleinen‘, aus gwlanen ‚Woll-KleidungsstĂŒck‘, zu gwlĂąn /gwlaːn/ gebildet, mit leniertem Anlaut /g/ und Singularsuffix -en. Im Englischen wurden das auslautende -n und das -n- im Inlaut dissimiliert und die Endung ergab -l. Die deutsche Bezeichnung fĂŒr bestimmte Megalithmonumente, nĂ€mlich Dolmen und Menhir, sind Scheinbretonismen, die durch das Französische vermittelt und aus dem Kornischen und Bretonischen letztlich entlehnt wurden; d. h. respektive korn. tolmen ‚Megalithen in Dartmoor‘, zusammengesetzt aus toll, tell ‚Loch‘ + me(y)n ‚Stein‘, sowie bret. menhir (in Ortsnamen), aus mbret. men ‚Stein‘ + hir ‚lang‘. Ebenfalls bretonischen Ursprungs sind die französischen Wörter bijou ‚Schmuck‘ (aus bret. bizoĂč ‚Finger‘), balai ‚Besen‘ (zu afranz. balain, aus mbret. balazn ‚GestrĂŒpp, Besen‘) und das eigentlich zur Diskriminierung bretonischsprachiger Soldaten in der französischen Armee geprĂ€gte Substantiv baragouin ‚Radebrechen, Kauderwelsch‘ (aus bret. bara ha gwin ‚Brot und Wein‘ zusammengezogen).

Besondere Wechselbeziehungen

Weiterhin hatten alle inselkeltischen Sprachen starke Auswirkungen auf die jeweilige regionale Aussprache und Syntax der grĂ¶ĂŸeren Nachbarsprachen. DafĂŒr ist insbesondere das Hiberno-Englische bekannt. Durch den Einfluss des Bretonischen wurde jedoch z. B. auch die Betonung der regionalen Variante des Französischen von der letzten auf die vorletzte Silbe verschoben (also wie im Bretonischen).

Diskutiert werden weiterhin allgemeinere EinflĂŒsse wie das auf der 20 basierende ZĂ€hlsystem in den inselkeltischen Sprachen, im Französischen sowie in AnsĂ€tzen im Englischen (score, „20“). Die Vermutung liegt nahe, dass dieses System aus den keltischen Sprachen stammt, da es in allen inselkeltischen Sprachen vorhanden ist bzw. war. Der regional sehr uneinheitliche Verlauf der Umstellung aufs Vigesimalsystem in verschiedenen Varianten bzw. Dialekten des Galloromanischen sowie des Baskischen lĂ€sst allerdings auch die Möglichkeit offen, dass es sich um eine Parallelentwicklung ohne inselkeltischen Einfluss handeln könnte. Außerdem ist die Verlaufsform des Englischen (I am a-going, I am going) ein möglicher Kandidat fĂŒr einen inselkeltischen Ursprung. Diese Verlaufsform ist ebenfalls in allen inselkeltischen Sprachen vorhanden: Irisch TĂĄ mĂ© ag dul („bin ich am Gehen“), Walisisch Rydw i’n mynd („bin ich am Gehen“) usw. Allerdings sind diese AnsĂ€tze höchst umstritten.

Literatur

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‱ Wolfram Euler, Konrad Badenheuer: Sprache und Herkunft der Germanen – Abriss des Protogermanischen vor der Ersten Lautverschiebung, 244 S., ISBN 978-3-9812110-1-6, London/Hamburg 2009; vgl. v. a. Kapitel 1.2.4.: Germanen, Kelten und Italiker.
‱ Katherine Forsyth: Language in Pictland, Spoken and Written. In E. H. Nicoll and Katherine Forsyth (Hrsg.): A Pictish Panorama: The Story of the Picts. S. 7–10. Pinkfoot Press, 1995, ISBN 1-874012-10-5.
‱ Alfred Holder: Alt-celtischer Sprachschatz. 3 BĂ€nde. Teubner, Leipzig, Band 1: A–H, 1896, Band 2: I–T, 1904, Band 3: U–Z, 1913 (Digitalisat von Bd.1, Digitalisat von Bd. 2).
‱ Henry Lewis und Holger Pedersen: A Concise Comparative Celtic Grammar. 3. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989.
‱ Carl Friedrich Lottner: Celtisch-italisch. BeitrĂ€ge zur vergleichenden Sprachforschung auf dem Gebiete der Arischen, Celtischen und Slawischen Sprachen 2 (1861), S. 309–321.
‱ Donald MacAulay (Hrsg.): The Celtic Languages. Cambridge University Press, Cambridge (UK) 1992.
‱ Bernhard Maier: Die Kelten. Geschichte, Kunst und Sprache. Narr Francke Attempo Verlag GmbH & Co. KG, TĂŒbingen, 2015, ISBN 978-3-8252-4354-8.
‱ Holger Pedersen: Vergleichende Grammatik der keltischen Sprachen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1909
‱ Gilles Quentel: Early Linguistic Contacts between Continental Celtic and Germanic - Lexical Aspects. In: A. Kątny (Hrsg.): Sprachkontakte in Zentraleuropa, Berlin 2012, S. 177–187.
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‱ Paul Russell: An Introduction to the Celtic Languages, Longman 1995.
‱ David Stifter: The phonology of Celtic. In: Jared Klein, Brian Joseph, Matthias Fritz (Hrsg.): Handbook of Comparative and Historical Indo-European Linguistics, Band 2, 2017, S. 1188–1202.
‱ Alois Walde: Über Ă€lteste sprachliche Beziehungen zwischen Kelten und Italikern. Innsbruck 1917
‱ Stefan Zimmer: Die keltischen Sprachen; in: Stefan Zimmer (Hrsg.): Die Kelten, Mythos und Wirklichkeit. Stuttgart: Theiss, 2009; ISBN 978-3-8062-2229-6.

Weblinks

Wikisource: Keltische WörterbĂŒcher

– Quellen und Volltexte

‱ Keltologie an der UniversitĂ€t Bonn
‱ Keltologie an der UniversitĂ€t Marburg
‱ Keltologie an der UniversitĂ€t Wien
‱ Studienhaus fĂŒr keltische Sprachen und Kulturen
‱ Ernst Kausen, Die Klassifikation der keltischen Sprachen (im Kontext des Indogermanischen). (DOC; 220 kB)
‱ Ofis ar brezhoneg / Office de la langue bretonne (bretonisch/französisch)

Einzelnachweise

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cite-note-22. ↑ Carl Friedrich Lottner: Celtisch-italisch. BeitrĂ€ge zur vergleichenden Sprachforschung auf dem Gebiete der arischen, celtischen und slawischen Sprachen 2 (1861), S. 309–321.
cite-note-33. ↑ Wolfram Euler: Die Frage der italisch-keltischen Sprachverwandtschaft im Lichte neuerer Forschungen. In: George E. Dunkel et al. (Hrsg.): FrĂŒh-, Mittel-, SpĂ€tindogermanisch. Akten der IX. Fachtagung der indogermanischen Gesellschaft vom 5. bis 9. Oktober 1992 in ZĂŒrich. Reichert, Wiesbaden 1994, ISBN 3-88226-735-6, S. 37–51.
cite-note-44. ↑ Wolfram Euler, Konrad Badenheuer: Sprache und Herkunft der Germanen – Abriss des Protogermanischen vor der Ersten Lautverschiebung. Inspiration Un Limited, London/Hamburg 2009, ISBN 978-3-9812110-1-6, vgl. v. a. Kapitel 1.2.4.: Germanen, Kelten und Italiker.
cite-note-55. ↑ Harald Haarmann: Auf den Spuren der IndoeuropĂ€er: Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frĂŒhen Hochkulturen. C. H. Beck, MĂŒnchen 2016, ISBN 3-406-68825-X.
cite-note-66. ↑ Harald Haarmann: Lexikon der untergegangenen Sprachen. C. H. Beck, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-406-47596-5, S. 71.
cite-note-77. ↑ Tim de Goede: Derivational Morphology: New Perspectives on the Italo-Celtic Hypothesis. Dissertationsschrift, UniversitĂ€t Leiden, 2014.
cite-note-88. ↑ Wolfram Euler: Sprachgruppen mit naher Verwandtschaft. Methodenreflexion und -kritik. Res Balticae 11, 2007, S. 7–28.
cite-note-99. ↑ Leszek Bednarczuk: The Italo-Celtic Hypothesis from the Indo-European Point of View. In: Proceedings of the First North American Congress of Celtic Studies. Ottawa 1988, S. 179–189.
cite-note-1010. ↑ Karl-Horst Schnmidt: Latein und Keltisch: Genetische Verwandtschaft und areale Beziehungen. In: O. Panagl, T. Krisch (Hrsg.): Latein und Indogermanisch. Innsbruck 1992, S. 29–51.
cite-note-1111. ↑ Harald Haarmann: Auf den Spuren der IndoeuropĂ€er: Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frĂŒhen Hochkulturen. C. H. Beck, MĂŒnchen 2016, ISBN 3-406-68825-X.
cite-note-1212. ↑ Harald Haarmann: Lexikon der untergegangenen Sprachen. C. H. Beck, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-406-47596-5, S. 71.
cite-note-1313. ↑ Katherine Forsyth: Language in Pictland, Spoken and Written. In: E. H. Nicoll, Katherine Forsyth (Hrsg.): A Pictish Panorama: The Story of the Picts. S. 7–10. Pinkfoot Press, 1995, ISBN 1-874012-10-5.
cite-note-1414. ↑ Vgl. Diskussion und Literaturverweise in Philip Baldi, Richard Page: Review: Europa Vasconica-Semitica (...). In: Lingua 116 (2006), S. 2183–2220, insbesondere S. 2196 f.
cite-note-1515. ↑ Anders Richardt Jþrgensen: Celtic. In: Thomas Olander (ed): The Indo-European Language Family. Cambridge UP 2022, doi:10.1017/9781108758666, S. 135–151. Nur S. 135: „Pictish, Tartessian and Lusitanian will be excluded, either due to the fragmentary attestation or because it is highly unlikely that the language belongs to the Celtic branch of Indo-European.“
cite-note-1616. ↑ Keine ErwĂ€hnung des Piktischen in: Jared Klein, Brian Joseph, Matthias Fritz (Hrsg.): Handbook of Comparative and Historical Indo-European Linguistics, Band 2 (= HSK, 41-2). De Gruyter Mouton, Berlin/Boston 2017, e-ISBN 978-3-11-052387-4. Darin: Teil XI Celtic, S. 1168–1297.
cite-note-171. Hermann Kinder, Werner Hilgemann: Penguin Atlas of World History. Teil 1: From Prehistory to the Eve of the French Revolution. 2., verbesserte Auflage. Penguin Books, London 1978; Übersetzung von Ernest A. Menze aus Dtv-Atlas zur Weltgeschichte. Karten und chronologischer Abriss. Band 1: Von den AnfĂ€ngen bis zur Französischen Revolution. Dtv, 1977.
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cite-note-2121. ↑ http://www.gaelscoileanna.ie/en/
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cite-note-374. Donald Ringe: Annotated list of Celtic loanwords, and possible Celtic loanwords, in Proto-Germanic. S. 1–2 (abgerufen am 17. Mai 2025).
cite-note-385. Vladimir Orel: A Handbook of Germanic Etymology. Leiden [u. a.], 2003. ISBN 9004128751. S. 244.
cite-note-3939. ↑ Donald Ringe: Annotated list of Celtic loanwords, and possible Celtic loanwords, in Proto-Germanic. S. 2–3 (abgerufen am 17. Mai 2025).
cite-note-406. Vladimir Orel: A Handbook of Germanic Etymology. Leiden [u. a.], 2003. ISBN 9004128751.
cite-note-417. Donald Ringe: Annotated list of Celtic loanwords, and possible Celtic loanwords, in Proto-Germanic. S. 2–3 (abgerufen am 17. Mai 2025).
cite-note-428. Donald Ringe: Annotated list of Celtic loanwords, and possible Celtic loanwords, in Proto-Germanic. S. 2–3 (abgerufen am 17. Mai 2025).
cite-note-4343. ↑ Quelle(n)? Zeitliche Einordnung? (sind aus alter Liste ĂŒbrig)
cite-note-449. Marcellus Empiricus, Med. lib. 7.13.
cite-note-4510. Vorschlag von Johann Ulrich Hubschmied in Vox Romanica 1, 92–95; von Julius Pokorny in Vox Romanica 10, 253 f. aus lautlichen GrĂŒnden abgelehnt.